„Panama Papers“ sorgen für Steuernachzahlungen in Milliardenhöhe

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29.04.2019 10:04 Uhr
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„Panama Papers“ sorgen für Steuernachzahlungen in Milliardenhöhe

Unter dem Begriff der „Panama Papers“ verbirgt sich einer der größten Steuerskandale jüngster Zeit. Nun erwarten Behörden weltweit Steuernachzahlungen von rund 1,07 Milliarden Euro.

Briefkastenfirmen und illegale Finanzströme

2016 gelang der weltweite Steuerskandal an die Öffentlichkeit. Internationale Medien deckten durch ihre Recherchen illegale Finanzströme und die Arbeit von Briefkastenfirmen in der mittelamerikanischen Steueroase Panama auf. Politiker, Prominente und Geschäftsleute waren nach den Enthüllungen in den Fokus der Steuerbehörden geraten. Es folgte eine Reihe von Selbstanzeigen wegen Steuerhinterziehung und die Verhängungen von Strafzahlungen.

Nun erwarten Behörden weltweit eine riesige Summe an Steuernachzahlungen, die infolge der Enthüllungen verhängt worden waren. Allein der deutsche Fiskus darf sich über schätzungsweise 150 Millionen Euro an Nachzahlungen freuen. Dabei handelt es sich bislang allein um einen Schätzwert, da eine Reihe von Ermittlungen derzeit noch immer laufen. Bislang wird damit erst die Spitze des Eisberges erreicht sein. Die geschätzte Summe an Nachzahlungen weltweit ist das Ergebnis einer Analyse des Internationalen Konsortiums Investigativer Journalisten (ICIJ).

Steuerhinterziehung leicht gemacht

Die Enthüllungen über die Machenschaften der Briefkastenfirmen in Panama sind bisher in ihrem Ausmaß wohl beispielslos.  Für die illegalen Geschäfte der Offshore-Firmen war Panama mit seinem  niedrigen Steuersatz besonders lukrativ. Als sogenannte Steueroase bietet das mittelamerikanische Land ideale Bedingungen für die Geschäftspraktiken einer Briefkastenfirma.

Über die Briefkastenfirmen in Panama konnten hohe Steuersätze in Land des Wohnsitz oder Geschäftssitzes von Privatpersonen und Unternehmen umgangen werden.  Vermögen wurde mittels der Briefkastenfirma ins Ausland verlagert, um es dort besonders steuergünstig zu verwalten.
Eine Bank, die ihrem Kunden etwa über eine Auslandstochtergesellschaft eine Briefkastenfirma vermittelt, macht sich dann wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung strafbar. Im Rahmen der „Panama Papers“ wurden zahlreiche solcher illegalen Finanzströme offengelegt. Auch viele der deutschen Banken sollen dabei eine Rolle gespielt haben. Das Ergebnis sind Strafzahlungen wegen Steuerbetrug und Steuerhinterziehung und Nachzahlungen für nicht abgeführte Steuern, die nun die Steuerkassen füllen werden.

Weitere Informationen zum Steuerrecht und Briefkastenfirmen finden Sie auch unter: https://www.rosepartner.de/briefkastenfirma.html

 

 

 

 

Rechtsgebiete: 
Steuerrecht
Schlagworte: 
Steuerhinterziehung
Briefkastenfirma
Steuerbetrug
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