Ist Papier zu alt? – Elektronisches Anwaltspostfach soll nach Problemen mit der Sicherheit wieder online gehen

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22.01.2018 13:03 Uhr
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Ist Papier zu alt? – Elektronisches Anwaltspostfach soll nach Problemen mit der Sicherheit wieder online gehen

Auch die Rechtsbranche bleibt von der Digitalisierung nicht verschont. Das elektronische Anwaltspostfach („beA“) wurde am 28. November 2016 in Betrieb genommen. Wegen Bedenken bezüglich der Sicherheit wurde das Postfach von der Bundesrechtsanwaltskammer seit dem 22. Dezember 2017 außer Betrieb genommen. Ist die Rechtsbranche der digitalen Welt etwa nicht gewachsen?

Vorher viele Akten – jetzt viele Daten

Wenn es in Rechtsanwaltskanzleien etwas gibt, sind es bergeweise Akten. Dass bis heute auf die Papierakte gesetzt wird, hat einen einfachen und praktikablen Grund. Gedrucktes Papier hat eine relativ einfache und klare Beweisfunktion im Rechtsverkehr. Andererseits handelt es sich um ein analoges Speichermedium, sodass die Übertragung beispielsweise an das Gericht dadurch erschwert wird. Daher wundert es nicht, dass bis heute keine Kanzlei in Deutschland ohne ein Faxgerät auskommt. Diese Probleme bei der Übertragung sollen mit der Etablierung des elektronischen Anwaltspostfachs gelöst werden.

Damit auch im digitalen Rechtsverkehr die Beweisfunktion sichergestellt werden kann, bekommen alle Rechtsanwälte ihren persönlichen Account mit einer Signatur und Login-Daten. Anders als bei der normalen E-Mail kann so zweifelsfrei festgestellt werden, vom wen die Nachricht stammt. Mit dem elektronischen Anwaltspostfach soll die Rechtsbranche mit der Zeit fit für die Zukunft gemacht werden.

Wer kennt die Probleme mit dem Internet nicht?

Auf der außerordentlichen Präsidentenkonferenz der 28 Rechtsanwaltskammern am 09.01.2018 haben die Beteiligten über die Probleme des neuen Postfachs Bericht erstattet. Es wurde der Grundsatz aufgestellt, dass die Sicherheit der Daten wichtiger sei als die Geschwindigkeit. Damit die Probleme in Zukunft behoben werden können, solle ein Gutachter des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik beauftragt werden. Auch in Sachen Funktionalität wurde auf der Veranstaltung Kritik geäußert. Nutzer könnten beliebig viele Dateien versenden, ohne dass dies beschränkt werden könnte. Auch gäbe es keine Möglichkeit, die maximale Größe eine Nachricht zu beschränken. Die Probleme sollen nach Ansicht der Bundesrechtsanwaltskammer in nächster Zeit ausgeräumt werden

Ob meckern darüber hinweghilft?

Von den Rechtsanwälten ist nicht jeder vom neuen elektronischen Anwaltspostfach begeistert. Oft sind gerade die älteren Rechtsanwälte an die Masse an Briefen und Faxen gewöhnt und haben daher wenig Lust, sich an die technische Umstellung zu gewöhnen. Dies fällt jungen Menschen in der Regel leichter als den Älteren. Am Ende lehnt man sich sicherlich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn man dem Postfach gute Chancen gibt. Und in Sachen technischer Fortschritt gilt: Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit.

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Rechtsgebiete: 
Informationsrecht
Schlagworte: 
Rechtsanwalt
Kanzlei
Berlin
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