Ersterwerb von Grundeigentum grundsteuerfrei – Bund der Steuerzahler fordert mehr Entlastung für Familien und Normalverdiener

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06.10.2017 19:01 Uhr
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Ersterwerb von Grundeigentum grundsteuerfrei – Bund der Steuerzahler fordert mehr Entlastung für Familien und Normalverdiener

Die Landtagswahlen Anfang-Mitte 2017 bringen erste bundespolitische Reaktionen mit sich. Im Bundesrat haben die Länder Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein eine Initiative ins leben gerufen. Die Bundesregierung soll im Rahmen ihrer Gesetzgebungskompetenz Änderungen im Grundsteuerrecht vornehmen. Ziel soll sein einheitlicher Freibetrag für selbst genutztes Eigentum sein. Der Bund der Steuerzahler zeigt sich erfreut über diese Entscheidung.

Für den Bund der Steuerzahler ist die Sache klar

„Runter mit der Grunderwerbsteuer!“, so fordert es der Präsident Reiner Holznagel. Konkret fordert der Bund der Steuerzahler, dass der Erwerb eines selbst genutzten Wohneigentums bis zu 200 Quadratmetern komplett steuerfrei sein sollte und dass die restlichen Grunderwerbssteuersätze deutlich abgesenkt werden sollten.

,,Steuerparadies’’ Deutschland

Möchte man in Deutschland ein Grundstück oder Grundstücksanteile erwerben, so muss man Grunderwerbssteuer bezahlen. Zuständig dafür sind die Länder und der Steuersatz beträgt 6,5 – 3,5 Prozent der Bemessungsgrundlage je nach Bundesland. Nach Meinung des Bundes der Steuerzahler liefern sich die Länder gegenseitig einen Überbietungswettbewerb. Durch die Erleichterungen bei der Grunderwerbssteuer sollten jungen Familien und Menschen mit mittlerem Einkommen der Erwerb eines Eigenheimes ermöglicht werden.

Den Deutschen macht Miete zahlen Spaß

Der Anteil an Wohneigentum in Deutschland ist im internationalen und europaweiten Vergleich niedrig. Etwa 45 Prozent der Deutschen besitzen Wohnungseigentum, während beispielsweise die Quote in Spanien oder Italien rund 75 – 80 Prozent beträgt. Beim Erwerb von Wohneigentum besteht eine Reihe von Vorteilen, denn im Hinblick auf die niedrigen Zinsen, die hohen Immobilienpreise und den einsetzenden demografischen Wandel, ist eine Immobilie eine gute Möglichkeit, für das Alter vorzusorgen.

Steuersenkung als ewige Versprechung

Ob die Steuersenkungen erfolgen, hängt von den politischen Entscheidungen ab. Im Falle des Landes Nordrhein-Westfalen kann eine Herabsetzung der Grunderwerbssteuer oder ein genereller Freibetrag zu rund 1,2 Milliarden Einnahmen weniger führen. Blickt man auf die immer weiter steigenden Immobilienpreise, den bald deutlich stärker einsetzenden demografischen Wandel sowie die nicht endende niedrige Zinspolitik der Europäischen Zentralbank, wird die Diskussion so schnell nicht beendet sein.

Von den in den Medien stattfindenden Diskussionen sollte man sich daher nicht ablenken lassen und ruhigen Blutes bleiben.

Umfassende Informationen zum Thema Grunderwerbssteuer finden Sie unter: https://www.rosepartner.de/steuerberatung/immobilien-steuern/grunderwerbsteuer.html

Rechtsgebiete: 
Steuerrercht
Schlagworte: 
Grunderwerbsteuer
Freibetrag
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