Berater müssen über Gebühren aufklären

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14.10.2014 14:45 Uhr
Anwaltskanzlei Torsten Senn, Stuttgart
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Berater müssen über Gebühren aufklären

Auf anfallende Abschluss- und Depotgebühren müssen Anlagerater laut einem aktuellen Urteil des Amtsgerichts München “vor Vertragsschluss in deutlicher Art und Weise” hinweisen. Nur wenn dies geschehen ist, können diese Gebühren auch berechnet werden (AG München, Urteil vom 31.07.2014, Az.: 122 C 4188/14).

In diesem Rechtsstreit hatte ein Ehepaar in ein Depot für Gold und Silber eingezahlt und nach Kündigung lediglich einen geringen Bruchteil der eingezahlten Gelder zurückerhalten, den Rest behielt der Edelmetallhändler als “vertraglich vereinbarte Gebühren”.

Da der Anlageberater nicht auf diese Gebühren hingewiesen hatte und zudem auch kein Prospekt oder AGB ausgehändigt wurden, konnten die Gebühren laut Ansicht des Gerichts auch nicht Vertragsinhalt werden, weshalb die gesamte eingezahlte Summe erstattet werden musste.

Festzuhalten ist daher, dass auf entstehende Gebühren vor Vertragsschluss aufgeklärt werden muss. Werden diese nicht eindeutig mitgeteilt, können Schadensersatzansprüche entstehen. Sind in Ihrem Fall die Gebühren oder Kosten auch überhöht lohnt sich eine Prüfung durch einen fachkundigen Rechtsanwalt.

Für diese Prüfung stehe ich selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Torsten Senn

Rechtsanwalt
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht

Rechtsgebiete: 
Bank- und Kapitalanlagerecht
Bank- und Kapitalmarktrecht
Bankrecht & Anlegerrecht
Schlagworte: 
Gebühren
Berater
Hinweispflicht
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