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Lloyd Flottenfonds XI: MS Barbados insolvent

Das Amtsgericht Bremen hat am 19. Januar das vorläufige Insolvenzverfahren über die Gesellschaft der MS Barbados eröffnet (Az.: 501 IN 2/17). Das Containerschiff ist eines von zwei Schiffen, die in den Lloyd Flottenfonds XI eingebracht wurden. Für die Anleger des kriselnden Schiffsfonds dürften die Aussichten auf eine Kehrtwende durch die Insolvenz weiter gesunken sein.

Mit einer Mindestsumme von 15.000 Euro konnten sich Anleger seit dem Jahr 2008 am Lloyd Flottenfonds XI beteiligen. Die Hoffnungen auf eine renditeträchtige Kapitalanlage haben sich indes nicht erfüllt. Denn wie bei vielen anderen Schiffsfonds auch, machten sich die Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise 2008 beim Lloyd Flottenfonds XI bemerkbar. Überkapazitäten und sinkende Nachfrage führten auch hier zu einem Einbruch bei den Charterraten und brachten den Fonds in Bedrängnis.

Bank- und Kapitalmarktrecht, Lloyd Flottenfonds XI: MS Barbados insolvent

OLG Celle: Schadensersatz wegen fehlerhafter Beratung bei Beteiligung an Kapitalanlage

Beteiligungen an Schiffsfonds, Immobilienfonds und anderen Geldanlagen haben sich für viele Kapitalanleger als finanzieller Fehlschlag erwiesen. Allerdings haben die Anleger im Falle einer fehlerhaften Anlageberatung auch häufig Anspruch auf Schadensersatz. Eine Anlageberatungsgesellschaft kann sich nicht einfach auf Nichtwissen oder bloße Vermutungen zurückziehen, wie ein Urteil des Oberlandesgerichts Celle vom 26. Januar 2017 zeigt (Az.: 11 U 96/16).

Bank- und Kapitalmarktrecht, OLG Celle: Schadensersatz wegen fehlerhafter Beratung bei Beteiligung an Kapitalanlage

OLG Celle: Schadensersatz wegen fehlerhafter Beratung bei Beteiligung an Kapitalanlage

Beteiligungen an Schiffsfonds, Immobilienfonds und anderen Geldanlagen haben sich für viele Kapitalanleger als finanzieller Fehlschlag erwiesen. Allerdings haben die Anleger im Falle einer fehlerhaften Anlageberatung auch häufig Anspruch auf Schadensersatz. Eine Anlageberatungsgesellschaft kann sich nicht einfach auf Nichtwissen oder bloße Vermutungen zurückziehen, wie ein Urteil des Oberlandesgerichts Celle vom 26. Januar 2017 zeigt (Az.: 11 U 96/16).

Bank- und Kapitalmarktrecht, OLG Celle: Schadensersatz wegen fehlerhafter Beratung bei Beteiligung an Kapitalanlage

Widerruf von Lebensversicherungen: Vorsicht bei Nachbelehrungen

Beim Abschluss von Lebensversicherungen oder Rentenversicherungen wurden die Versicherungsnehmer nicht immer ordnungsgemäß über ihr Widerspruchsrecht belehrt. Die Folge ist, dass diese Policen auch heute noch widerrufen werden können. Das gilt selbst dann, wenn die Versicherungen schon vorzeitig gekündigt und die Verbraucher den Rückkaufswert erhalten haben.

Bank- und Kapitalmarktrecht, Widerruf von Lebensversicherungen: Vorsicht bei Nachbelehrungen

Wöhrl Anleihe: Anlegern drohen Verluste zwischen 80 und 90 Prozent

Für die insolvente Modehauskette Wöhrl gibt es wieder Licht am Horizont. Ein Enkel des Firmengründers Rudolf Wöhrl steigt ein. Weitere Filialschließungen seien nicht geplant, auch die verbliebenen Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben. Wird am Ende also doch noch alles gut? Wohl nicht. Denn zu den großen Verlierern der Wöhrl-Insolvenz gehören die Anleger. Die Insolvenzquote wird laut Medienberichten voraussichtlich zwischen 10 und 20 Prozent liegen. Anders ausgedrückt: Den Anlegern drohen Verluste in Höhe von 80 bis 90 Prozent ihres eingesetzten Kapitals.

Bank- und Kapitalmarktrecht, Wöhrl Anleihe: Anlegern drohen Verluste zwischen 80 und 90 Prozent

BGH: Fehlerhafte Widerrufsbelehrung lässt sich nicht mündlich korrigieren

Bei Darlehensverträgen muss der Verbraucher dringend schriftlich über sein Widerrufsrecht aufgeklärt werden. Mögliche Fehler in der Belehrung können auch nicht mündlich in einem sog. Präsenzgeschäft aus dem Weg geräumt werden. Das hat der Bundesgerichtshof mit Urteil vom 21. Februar 2017 entschieden (Az.: XI ZR 381/16).

Mit anderen Worten: Eine Widerrufsbelehrung bleibt auch dann fehlerhaft, wenn die Vertragsparteien bei der Vertragsunterzeichnung gleichzeitig vor Ort waren und die Belehrung richtig erklärt wurde. Der Fehler lässt sich so nicht beheben. Der Verbraucher müsse zwingend korrekt und in Textform über sein Widerrufsrecht informiert werden, stellte der BGH klar.

Bank- und Kapitalmarktrecht, BGH: Fehlerhafte Widerrufsbelehrung lässt sich nicht mündlich korrigieren

OLG Stuttgart: Kündigung von Bausparverträgen unberechtigt

Binnen kurzer Zeit erteilt das Oberlandesgericht Stuttgart der Kündigung von Bausparverträgen durch die Wüstenrot Bausparkasse zum zweiten Mal eine Absage. Nachdem das OLG schon Ende März eine Kündigung für unberechtigt erachtete, entschied es am 4. Mai erneut zu Gunsten einer Bausparerin (Az.: 9 U 230/15).

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German Pellets: Insolvenzverfahren eröffnet, Masseunzulänglichkeit liegt vor

Am 1. Mai wurde das reguläre Insolvenzverfahren über die German Pellets GmbH am Amtsgericht Schwerin eröffnet (Az. 580 IN 64/16). Nur einen Tag später teilte die Insolvenzverwalterin mit, dass Masseunzulänglichkeit vorliegt. Anleger haben über Anleihen und Genussrechte rund 260 Millionen Euro investiert. Das Geld könnte nun endgültig komplett verbrannt sein.

Bank- und Kapitalmarktrecht, German Pellets: Insolvenzverfahren eröffnet, Masseunzulänglichkeit liegt vor

Hansa Treuhand Twinfonds: MS HS Bach insolvent

Die beiden Containerschiffe MS HS Bach und MS HS Bizet waren die Investitionsobjekte des 2008 von Hansa Treuhand aufgelegten HT Twinfonds. Über die Gesellschaft der MS HS Bach hat das Amtsgericht Lüneburg Ende April das vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet (Az.: 46 IN 41/16).

Bank- und Kapitalmarktrecht, Hansa Treuhand Twinfonds: MS HS Bach insolvent

Lignum Sachwert Edelholz AG insolvent – Möglichkeiten der Anleger

Schlechte Nachrichten für die Anleger der Lignum Sachwert Edelholz AG: Das Amtsgericht Charlottenburg hat am 28. April das vorläufige Insolvenzverfahren über das Unternehmen eröffnet (Az.: 36I IN 1853/16). Anleger müssen finanzielle Verluste befürchten.

Bank- und Kapitalmarktrecht, Lignum Sachwert Edelholz AG insolvent

höhere Miete bei verspäteten Auszug des Mieters verlangen

höhere Miete bei verspäteten Auszug des Mieters verlangen

Mitunter hat man als Vermieter das Problem, dass man Mieter kündigen muss und diese (trotz wirksamer Kündigung) nicht ausziehen.

Daraus ergeben sich eine Vielzahl von Problemen. Wirtschaftlich bedeutet dies aber mitunter eben auch, dass man die Wohnung nicht neu vermieten kann und hierdurch aufgrund der zwischenzeitlich gestiegenen Mietpreise Geld verlieren kann. Gerade bei älteren Mietverträgen liegt der vereinbarte Mietzins deutlich unter aktuellen Konditionen.

Kann man dies nachfordern?

Man kann.

Dem BGH (VIII ZR 17/16) lag dieser Fall vor: 1993 wurde ein Haus vermietet und im Oktober 2011 wegen Eigenbedarfs gekündigt. Der Mieter zog erst im April 2013 aus und zahlte nur die bisher vereinbarte Mieter weiter.

Grundstücks- u. Immobilienrecht, Kündigung, Miete, Mietrecht, Rechtsanwalt Cottbus

YUKOS-Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrecht vom 31.07.2014 ist verfassungswidrig (Entscheidung des russischen Verfassungsgerichtes vom 19.01.2017)

Die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte verstößt also gegen die russische Verfassung und kann somit in Russland nicht anerkannt und vollstreckt werden. Die Entscheidung ist endgültig und kann nicht angefochten werden.

Nach der Entscheidung des EuGH muss Russland den Aktionären einen Schadenersatz i.H.v. 1 866 104 634 Euro und der Gesellschaft i.H.v. 1 299 324 198 Euro dafür zahlen.

Die Steuerbehörde hat die YUKOS-AO eine Steuernachzahlung zzgl. Gebühren und Strafen für Steuerjahr 2000 und 2001 insgesamt auf 566 780 436 Euro veranlagt und vollstreckt, obwohl die Drei-Jahres-Frist verjährt war.

Doppelbesteuerungsabkommen, russische Verfassung, russischer rechtsanwalt, russisches Prozessrecht, russisches prozessrecht, russisches Verfassungsrecht, Steuerrecht

Restschuld- oder Ratenschutzversicherungen sind oft teuer

Restschuld-/Ratenschutzversicherungen, die zusammen mit einem Raten-Kredit abgeschlossen werden, sind oft teuer

Auf den Punkt gebracht:

Restschuld-/Ratenschutzversicherungen, die zusammen mit einem Raten-Kredit abgeschlossen werden, sind oft teuer und zahlen wegen etlicher Ausschluss-klauseln in vielen Fällen nicht.
Kreditnehmer entrichten die Versicherungsprämie samt Vermittlungskosten als Einmalbetrag sofort bei Vertragsbeginn. Das erhöht die Kreditsumme. Die Kosten sind oft nicht im Effektivzins angegeben. Dadurch wird der Preis des Darlehens bei verschleiert. Der Effektivzinsdes Raten-Kredits kann sich dadurch stark erhöhen. Besonderheit im Vertrag: Verbraucher können nicht ordentlich kündigen, wenn sie nicht selbst Versicherungsnehmer, sondern „versicherte Person“ sind. Solche Ver- träge bietet z. B. das Unternehmen Creditplus an.

So gehen Sie richtig vor

Bankrecht, Restschuldversicherung

Bad Leaver - Ausschluss eines Gesellschafters aufgrund beendeter Mitarbeit im Unternehmen

Gerade in Gesellschaften mit überschaubarem Gesellschafterkreis besteht ein Interesse, die aktive Mitarbeit in der Gesellschaft im Notfall auch gesellschaftsrechtlich zu sanktionieren. Die (volle) Gesellschafterstellung kann grundsätzlich daran geknüpft werden, dass der Gesellschafter sich auch aktiv einbringt. Tut er dies nicht, können im Gesellschaftsvertrag Sanktionen gegen ihn, über das Ruhen von Mitgliedsrechten bis hin zum Ausschluss gegen seinen Willen erfolgen.

Das OLG München (Endurteil vom 05.10.2016 - Aktenzeichen 7 U 3036/15) hatte kürzlich über die Wirksamkeit eines Zwangsausschlusses eines Gesellschafters einer bekannten Unternehmensberatung in Form einer GmbH zu entscheiden.

Allgemeines Wirtschaftsrecht, Ausschluss Gesellschafter, Bad Leaver, Gesellschaftsrecht, Kündigung, Wirtschaftsrecht

Bonitätsanleihen und CFDs im Visier der BaFin

Bonitätsanleihen und CFDs (Contracts for Difference) mit Nachschusspflicht sind ins Visier der Finanzaufsicht BaFin gerückt. Das Verbot für Bonitätsanleihen für private Anleger ist zwar vorerst vom Tisch, kann aber in einem halben Jahr auch wieder aktuell werden.

Vor einigen Wochen hatte die BaFin noch ein Verbot für Bonitätsanleihen für Privatanleger erwogen. Die Begründung: Für private Anleger seien diese Finanzprodukte zu komplex, zu intransparent und zu riskant. Das hat die Zertifikatebranche offenbar aufgeschreckt. Die Deutsche Kreditwirtschaft (DK) und der Deutsche Derivate Verband (DDV) haben der BaFin eine Selbstverpflichtung für die Emission und den Vertrieb von bonitätsabhängigen Schuldverschreibungen vorgelegt.

Bank- und Kapitalmarktrecht, Bonitätsanleihen und CFDs im Visier der BaFin

Schiffsfonds sind zur Altersvorsorge nicht geeignet - Schadensersatzansprüche

„Beteiligungen an Schiffsfonds sind spektakuläre Anlagen, die sich nur für Anleger eignen, die Erfahrungen in Beteiligungen haben und bereit sind, die besonderen Risiken, die mit ihnen verbunden sind, auch einzugehen. Sie sind zur Altersvorsorge generell ungeeignet.“ Mit diesen klaren Worten hat das Landgericht Itzehoe mit Urteil vom 6. Oktober 2016 den spekulativen und riskanten Charakter von Schiffsfonds herausgestellt (Az.: 7 O 236/13).

Bank- und Kapitalmarktrecht, Schiffsfonds sind zur Altersvorsorge nicht geeignet - Schadensersatzansprüche

KTG Energie: Anleihe-Anleger können Forderungen anmelden

Der Sanierungsprozess der KTG Energie AG soll in einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung fortgesetzt werden. Das Amtsgericht Neuruppin hat am 1. Dezember das Insolvenzverfahren über das Vermögen der KTG Energie eröffnet und Eigenverwaltung angeordnet (Az.: 15 IN 260/16).

Das Unternehmen möchte nach eigenen Angaben den eingeschlagenen Sanierungskurs mit Hilfe des Sachwalters fortsetzen. Unklar ist weiterhin, ob und in welchem Umfang dabei auch Einschnitte für die Anleger eingeplant sind. Die KTG Energie AG hatte 2012 eine Anleihe mit einem Volumen von 50 Millionen Euro begeben und diese mit 7,25 Prozent verzinst (ISIN: DE000A1ML257 / WKN A1ML25). Nach der Insolvenz fürchten die Anleger um ihr Geld.

Bank- und Kapitalmarktrecht, KTG Energie: Anleihe-Anleger können Forderungen anmelden

Karlie Group: Insolvenz in Eigenverwaltung

Es hatte schon ein bisschen was von einer Insolvenz mit Ansage. Nach der Insolvenz einer belgischen Tochtergesellschaft hat nun auch die Karlie Group in Deutschland Anfang Dezember Insolvenzantrag gestellt und beim Amtsgericht Paderborn Eigenverwaltung beantragt.

Für die Anleger der rund zehn Millionen Euro schweren Anleihe der Karlie-Group geht damit das Zittern um ihr Geld von vorne los. Erst Anfang des Jahres hatten sie einer Änderung der Anleihebedingungen zugestimmt. Nun möchte die Geschäftsführung den eingeleiteten Restrukturierungsprozess im Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung fortsetzen. Das operative Geschäft der deutschen Tochtergesellschaft Karlie Flamingo GmbH sei von der Insolvenz nicht berührt, teilt das Unternehmen mit.

Bank- und Kapitalmarktrecht, Karlie Group: Insolvenz in Eigenverwaltung

Verbraucherdarlehen: Einmaliger laufzeitunabhängiger Individualbeitrag unzulässig

Einmalige laufzeitunabhängige Individualbeiträge bei Verbraucherdarlehen benachteiligen den Verbraucher unangemessen entgegen den Geboten von Treu und Glauben und sind daher unwirksam. Das hat das Oberlandesgericht Düsseldorf bereits am 28. April 2016 entschieden (Az.: 6 U 152/15).

Die Bank hatte gegen dieses Urteil allerdings Revision zum Bundesgerichtshof eingelegt. Wie der BGH am 20. Dezember mitteilte, hat die Bank die Revision nun aber zurückgezogen. Damit ist das Urteil des OLG Düsseldorf jetzt rechtskräftig.

Bank- und Kapitalmarktrecht, Verbraucherdarlehen: Einmaliger laufzeitunabhängiger Individualbeitrag unzulässig

HCI Hammonia Berolina: Schadensersatzansprüche vor Eintritt der Verjährung geltend machen

Anleger des insolventen Schiffsfonds HCI Hammonia Berolina können noch Schadensersatzansprüche geltend machen. Das sollten sie aber nicht mehr auf die lange Bank schieben. Mögliche Forderungen können schon bald verjähren.

Die Beteiligung an dem im Oktober 2006 vom Emissionshaus HCI Capital aufgelegten Schiffsfonds Hammonia Berolina brachte den Anlegern nicht den erwünschten Erfolg. Doch am Jahresende erreichte die Anleger noch eine weitere Hiobsbotschaft: Am 6. Dezember eröffnete das Amtsgericht Reinbek das vorläufige Insolvenzverfahren über die Schiffsgesellschaft (Az.: 8 IN 235/16). Nun drohen den Anlegern hohe finanzielle Verluste bis hin zum Totalverlust.

Bank- und Kapitalmarktrecht, HCI Hammonia Berolina: Schadensersatzansprüche vor Eintritt der Verjährung geltend machen